„Nichts für Zartbesaitete – aber unheimlich spannend“: Baurechtsanwältin Cornelia Finster im Podcast-Interview

Im erfolgreichen Jura‑Karrierepodcasts „Irgendwas mit Recht“ spricht Rechtsanwältin Cornelia Finster, Senior Associate bei Redeker Sellner Dahs in München, über ihren spannenden Einstieg ins private Bau‑ und Architektenrecht. Der Podcast bietet wertvolle Einblicke, wie man von der Uni in die Kanzlei findet. Ein Gespräch über Praxisnähe, Teamaufbau, Großprojekte und juristische Übersetzungshilfen auf der Baustelle.

Praxis auf allen Ebenen – vom Studium bis zur Baustelle 

Rechtsanwältin Finster erzählt von ihrem Weg: Nach dem ersten Staatsexamen nutzte sie ein Orientierungsjahr als wissenschaftliche Mitarbeiterin, um echte Berufspraxis zu sammeln, bevor sie weiter ins Referendariat einstieg. Eine bewusste Entscheidung, die ihr klare Orientierung verschaffte. 

Im Podcast erklärt sie: „Ich kam zufällig in eine kleine Baurechts‑Boutique, sah dort live, wie Straßen, Tunnel und Gebäude entstehen und merkte: Diese Projekte sind greifbar, man sieht Fortschritt. Das Sachthema ist faszinierend, zugleich juristisch gut zugänglich – eine perfekte Mischung aus Technik, Sprache und Gestaltungsmöglichkeiten.“  

 

Erfolgsfaktoren im privaten Baurecht: Kreativität und klare Lösungen 

Rechtsanwältin Finster fasst zusammen, was das private Baurecht für sie besonders macht: „Erstens sind die Fälle anschaulich – jeder Mangel lässt sich vor Ort begreifen. Zweitens arbeite ich kreativ, weil Lösungen oft außerhalb des Lehrbuchs liegen. Drittens sorgt das unmittelbare Ergebnis am Bau für schnelle Erfolgserlebnisse, was die Lernkurve enorm beschleunigt und dauerhaft motiviert.“ 

Ihre frühe Praxiserfahrung habe nicht nur Fachkenntnisse gebracht, sondern auch ein wertvolles Netzwerk – und damit den Berufseinstieg enorm erleichtert. 
 

Teamaufbau und technisches Verständnis – die Baustelle im Blick 

Ein weiteres Thema: Kollegin Finster hat am Aufbau eines neuen Baurechtsteams in München mitgewirkt. Neben der Vertragsgestaltung – etwa mit Schiedsvereinbarungen, die teure Prozesse zu vermeiden helfen – kommt es auch auf Technikverständnis an: „Ich lasse mir den Vorgang zuerst vom Fachplaner erklären, schaue Tutorials oder Baustellen‑Videos, bis ich das Prinzip verstehe, und übersetze es anschließend in eine Sprache, die ein Zivilrichter nachvollziehen kann.“  Außerdem macht deutlich: Zeit ist Geld auf der Baustelle – sobald der Rohbau stockt, folgt oft eine Kettenreaktion. Hier leisten durchdachte juristische Lösungen den entscheidenden Unterschied. 

 

Warum kurzzeitiger Kanzleiwechsel impulsgebend sein kann 

Rechtsanwältin Finster reflektiert auch über ihren Karriereweg: Ein kurzer Wechsel in eine andere Kanzlei kann entscheidende neue Perspektiven eröffnen – etwa beim Teamaufbau oder fachlichen Fokus. Diese Offenheit und Flexibilität erleichtern später den Schritt ins private Bau- und Architektenrecht. 
 

Ein „Must‑Hear“ für baurechtlich orientierte Nachwuchsjurist:innen 

Diese Podcastfolge ist ein echter Karriere-Booster: Strategisch geplante Praxisjahre, technisches Know-how, Teamgeist und kreative Lösungsansätze – all das macht den Berufseinstieg ins private Baurecht nicht nur möglich, sondern nachhaltig spannend.  

Neugierig geworden?  

Dann hören Sie sich die komplette Folge an, um Cornelia Finsters Einsichten aus erster Hand zu erleben – inklusive Tipps, wie man Großprojekte rechtlich begleitet, ohne den Überblick zu verlieren. 

 

---

„Irgendwas mit Recht“, Folge 316 vom 28. Juli 2025 

IMR316: Privates Bau- und Architektenrecht, Aufbau eines neuen Teams, Bau-Management, Infrastrukturprojekte, niemals den Überblick verlieren | Irgendwas mit Recht