Manchmal schreibt das Leben die schönsten Geschichten selbst: Eine junge Rechtsanwältin bewirbt sich bei einer Baurechtskanzlei, man findet seinerzeit nicht zusammen – und trifft ihren Gesprächspartner Monate später als ihren Mentor im Mentoring-Programm der ARGE Baurecht wieder.
Was mit einer überraschenden Begegnung begann, endete mit einem Arbeitsvertrag bei genau dieser Kanzlei. Die Geschichte der jungen Rechtsanwältin Mahsa Taheri und dem erfahrenen Baurechtler Alexander Hofmann zeigt eindrucksvoll, welche Kraft ein gut durchdachtes Mentoring-Programm entfalten kann.
Ein unerwartetes Wiedersehen beim Losverfahren
„Neeeein!" – Das war Mahsa Taheris erste Reaktion, als beim Welcome-Event des Mentoring-Programms der Name Alexander Hofmann fiel. Die junge Rechtsanwältin, die bereits im Baurecht tätig ist, kannte den ihr zugelosten Mentor bereits. Ein halbes Jahr zuvor hatte sie mit ihm ein Bewerbungsgespräch geführt. „Mein Ausruf war keineswegs negativ gemeint, sondern brachte zum Ausdruck, wie unterwartet und gleichzeitig perfekt ich diesen verrückten Zufall fand", erklärt Rechtsanwältin Taheri.
Auch Rechtsanwalt Alexander Hofmann war überrascht: „Meinen zugelosten Mentee kannte ich schon. Sie hatte sich vor einiger Zeit bei uns beworben, eine andere Kanzlei erhielt leider zunächst den Vorzug. Nun wurde sie mir zugelost – und wir waren glaube ich beide gleichermaßen überrascht."
Es war von Anfang an entspannt, nicht nur mit meinen zugelosten Mentees, sondern mit allen in der Gruppe der jungen Juristinnen und Juristen
Entspannter Austausch statt steifem Bewerbungsgespräch
Was folgte, war das Gegenteil eines klassischen Bewerbungsverfahrens. „Zunächst hatte ich erwartet, dass die Atmosphäre eher formell sein würde – zumindest zu Beginn. Aber es kam ganz anders, es war von Anfang an entspannt, nicht nur mit meinen zugelosten Mentees, sondern mit allen in der Gruppe der jungen Juristinnen und Juristen", beschreibt Rechtsanwalt Hofmann die Atmosphäre während der Tagung.
Mentor und Mentee nutzten die Pausen zwischen den Vorträgen für intensive Gespräche. „Der Schwerpunkt lag sowohl auf fachlichen Themen als auch auf meiner persönlichen Karriereplanung", berichtet Rechtsanwältin Taheri. „Mein Mentor gab mir wertvolle Einblicke in den Berufsalltag. Ich konnte ihm entspannt von meinen bisherigen Erfahrungen im Baurecht erzählen und ihn offen fragen, ob ich mit meinen Zielen auf dem richtigen Weg bin oder was ich noch anders machen könnte."
Sehr offen, unterstützend und fachlich kompetent
Mehr als nur ein Mentor: Baurechts-Community als Unterstützung
Besonders beeindruckend war für Rechtsanwältin Taheri die Offenheit der gesamten Baurechts-Community. „Mein Mentor hat mich mehreren Kollegen vorgestellt, wodurch ich wertvolle Kontakte knüpfen konnte", erzählt sie.
Die Baurechts-Community erlebte sie als „sehr offen, unterstützend und fachlich kompetent. Die Community hat mir gezeigt, wie vielfältig und kollegial das Baurecht ist. Eine große Familie!" Seitdem pflegt sie den Kontakt zu vielen Kollegen aus anderen Kanzleien und trifft sich sogar gelegentlich nach Feierabend auf ein Kölsch in Köln.
Typische Fragen des Nachwuchses
Für Alexander Hofmann, der in seiner Kanzlei für das Personal zuständig ist, war das Mentoring-Programm eine ideale Gelegenheit, potenzielle Kandidaten kennenzulernen. „Eine häufige Frage ist ‚Großkanzlei oder Boutique?'. Das wollen immer alle wissen, aber nicht wegen des Gehalts, das bekanntlich in Großkanzleien meist sehr gut ist, sondern weil sie mehr über den Kanzleialltag in den unterschiedlichen Einheiten erfahren wollen", berichtet er über seine Erfahrungen.
Weitere typische Fragen betreffen den Einstieg ins Baurecht, den Alltag eines Baurechtlers, Promotionsmöglichkeiten und die Work-Life-Balance. „Offenbar habe ich nicht mehr die Perspektive junger Anwälte, umso wichtiger ist es, den Kontakt zu den Jungen zu halten, und deren Blick auf unseren Berufsstand zu kennen", erklärt Hofmann seine Motivation.
Ein Happy End mit Arbeitsvertrag
Die Erfolgsstory nahm ihren Lauf: „Rechtsanwältin Taheri ist seit kurzem als Rechtsanwältin bei uns an Bord", berichtet Rechtsanwalt Hofmann mit einem Lachen. „Das lag unter anderem daran, dass der Austausch im Rahmen des Programms einfach sehr entspannt, persönlich und so ganz anders als im klassischen Bewerbungsgespräch war."
Etwa einen Monat nach der Tagung hatte Rechtsanwältin Taheri ein Bewerbungsgespräch mit ihrem Mentor und einem Kollegen in der Kanzlei. „Letztendlich verdanke ich meine jetzige Position und die Zugehörigkeit zum Team meiner Teilnahme an der ARGE Baurechtstagung", resümiert sie.
Klare Empfehlung für Kolleg:innen
Beide Gesprächspartner empfehlen das Programm uneingeschränkt weiter. „Das Programm bietet eine hervorragende Gelegenheit, Koryphäen kennenzulernen, sich zu vernetzen und über die Herausforderungen der Baupraxis auszutauschen", betont Rechtsanwältin Taheri.
Alexander Hofmann wird beim Thema Weiterempfehlung noch deutlicher: „Ich empfehle das Programm uneingeschränkt weiter – und tue das regelmäßig im Kollegenkreis. Umso bedauerlicher finde ich es, wenn manche Kolleginnen und Kollegen sich mit dem Hinweis auf fehlende Zeit oder mangelndes Interesse der Teilnahme entziehen. Aus meiner Sicht ist das eine verpasste Chance." Seine klare Botschaft:
Jeder Baurechtler sollte teilnehmen! Alles andere ergibt keinen Sinn. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man das nicht machen kann.
Rechtsanwalt Alexander Hofmann
- Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
- Fachanwalt für Vergaberecht
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